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Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 28. April 2019 15:01
Veröffentlicht: Sonntag, 03. September 2017 21:37
Geschrieben von Thomas Segeth
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Staubecken Sanierung im Sommer 2017

Nach einem doch recht milden Winter 2016/17 ist uns ein Teil der von innen vor gemauerten Wand des Staubecken eingefallen. Das hatte zur Folge, dass auch ein Brückenlager vom Wasser umspült wurde und auf absehbarer Zeit die Brücke unbegehbar gemacht hätte. So eine plötzliche Baustelle, war nicht in unserem Sanierung/Renovierungsbudget "eingeplant". Wir haben uns von drei Firmen Angebote erstellen lassen, die sich im vier- und fünfstellige Bereich befanden, also vollkommen unakzeptabel. Das Becken ist durch diesen Schaden nicht unkontrolliert ausgelaufen, da die ursprünglichen Klinkerwand nicht eingefallen ist. Ein Foto von diesem Schaden habe ich leider nicht ;-( .
Im Mai 2017 haben wir das Wasser des Fredersdorfer Baches über den kleinen Umfluter umgeleitet, somit hatten wir eine trockene Baustelle im Staubecken. Als erstes haben wir die kleine Bogenbrücke entfernt, weil auch die Erneuerung der Brückenlager notwendig war. Eine konstruktive Herausforderung waren das neue Brückenlager und vor allem das neue Stauwehr des Beckens. Natürlich wollten wir das Wehr wieder hochziehen können wie die alten Müller ;-) ...
An einigen Stellen war das Klinkermauerwerk durch Wasser, Frost und Wurzeln sehr weit zerstört, was zur Folge hatte, dass beim Anstauen viele kleine Rinnsale aus der Beckenwand flossen. Vermutlich war das der Grund, dass in den 1970-iger Jahren von innen eine abdichtende Wand aus Betonklötzen eingemauert wurde. Der Rest dieser Mauer ist auf einigen Fotos als Sockel zu erkennen. Der obere Bereich diese zweiten Wand war zu marode um ihn wieder aufzubauen. Die Wände wurden mit einem speziellen Wasser undurchlässigen Sperrputz abgedichtet, in der Hoffnung das er die nächsten 30 Jahre das Becken abdichtet :-) ... .
Komplett neu und aus hochwertigen Edelstahl wurde die Winkel für das Stauwehr angefertigt. Jeder Winkel wurde mit drei 250 mm langen und 18mm dicken Anker in das Mauerwerk eingeklebt. Die Bretter, der hölzerne Zughebel und die Halterung zum Hochziehen des Wehrs wurde ebenfalls neu angefertigt und eingepasst.
Zum Abschluss wurde auch die Elektrik zur Beleuchtung des Staubecken erneuert, wie in alten Zeiten :-).

Nach einer fast viermonatigen Bauzeit, und rechtzeitig vor dem in diesem Jahr in Fredersdorf stattfindenden Flämingmarkt, konnten wir unsere Arbeiten beenden und wieder Wasser in das Staubecken lassen. Das war für uns, Heidi, Nicole, Mirabella, Robin und Thomas die wir allen an dem Projekt mitgearbeitet haben schon ein feierlicher Moment, der dann auch mit einem Glas Sekt entsprechend gewürdigt wurde.

PS: Ein großes Dankeschön an alle Spender der Mühlentage 2015, 2016 und 2017 und des Flämingmarktes 2017 - Eure Spenden wurde für die Sanierung des Staubeckens unserer Mühle verwendet - DANKE :-)